Die Basalte des Pauliberges im mittleren Burgenland sind dem Finalvulkanismus der alpinen Orogenese zuzuordnen. Es handelt sich hierbei um Alkaliolivinbasalte.
Die Basalte des Pauliberges sind an einer NW – SE verlaufenden Spalte aufgedrungen und lagern dem Kristallin direkt auf. Den Pauliberger Basalten wird ein dazisch – levantines Alter zugeschrieben.
Innerhalb der Basalte des Pauliberges sind vier verschiedene Basalttypen festzustellen: ein dunkler und heller Alkaliolivinbasalt, ein „Sonnenbrenner“ und ein doleritischer Trachybasalt, die drei aufeinanderfolgenden Eruptionsphasen, ausgehend vom dunklen Alkaliolivinbasalt über hellen Alkaliolivinbasalt und „Sonnenbrenner“ zum doleritischen Trachybasalt, zuzuschreiben sind. Die Entstehung dieser einzelnen Basalttypen, die in einer Differentiationsreihe vom Alkaliolivinbasalt über Trachybasalt zum Trachyt hin liegen, kann durch fraktionierte Kristallisationsdifferentiation erklärt werden.
Der doleritische Trachybasalt als letztes Eruptionsprodukt ist in bereits abgekühlte Basaltmassen eingedrungen und hat die Oberfläche nicht mehr ganz erreicht, wobei er hypabyssisch erstarrt ist. Der „Sonnenbrenner“ weist einen beträchtlichen Gehalt an Analzim, der primär aus der Restschmelze gebildet wurde, auf; der fleckenhaften Verteilung dieses Minerals hat dieses Gestein seine „Sonnenbrennerstruktur“ zu verdanken.
Mineralarten am Pauliberg entnommen aus „Die Mineralien des Burgenlandes“, Eisenstadt, 2009
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Der Steinbruchbetrieb schließt Basalte des basischen Vulkanismus (aus dem Ober-Sarmatium bzw. Unter-Pannonium) auf. Beim Pauliberg handelt es sich um die mineralreichste Fundstelle des Burgenlandes, jedoch sind nur wenige größere Hohlräume mit Mineralbildungen gefunden worden, meist liegen nur sehr kleine (mm-Bereich oder darunter), aber vorzüglich ausgebildete Kristalle vor. Derzeit (Frühjahr 2009) sind ca. 60 Mineralarten identifiziert und weitere 6 fraglich.
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